Karlsbrücke
Category: Sehenswürdigkeiten
Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Karlsbrücke ist normalerweise voller Touristen und voller Tschechen, vor allem in den Frühlings- und Sommermonaten. Die Karlsbrücke ist eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt und sollte auf Ihrer Liste ganz oben stehen. Am frühen Morgen kann man leichter über die Brücke spazieren, obwohl ein romantischer Spaziergang am Abend durch die eindrucksvoll beleuchteten Straßen Prags auch sehr nett ist. Man sollte mit hunderten von Souvenirständen und Straßenmusikanten, die nach Kräften spielen, rechnen, wenn man über die Brücke läuft. Man sollte sich hiervon jedoch nicht zu sehr ablenken lassen, da man sonst bestohlen werden könnte (dies ist eigentlich keine große Gefahr, man sollte sich ihr nur bewusst sein und wird dann keine Probleme haben).
Die berühmte Karlsbrücke überquert den Fluss Vltava in Prag. Durch diese solide Verbindung zum Festland wurde Prag als Handelsroute zwischen Ost- und Westeuropa von Bedeutung. Die Brücke hieß ursprünglich Steinbrücke oder Prager Brücke, wird aber seit 1870 als Karlsbrücke bezeichnet.
Der Lieblingsarchitekt und Bauherr von König Karl IV, Peter Parler, erbaute die heutige Brücke. Die ursprüngliche Idee war es, eine funktionale Struktur für Ritterturniere zu errichten, und für viele Jahre bestand die einzige Dekoration der Brücke aus einem einfachen Kruzifix. Das Bedürfnis der Katholiken nach Ornamenten resultierte später im Bau von 30 Statuen (1600 bis 1800).
Heute sind die meisten Statuen Kopien wegen der Zerstörung durch verschiedene Fluten und Katastrophen im Laufe der Jahrhunderte. Es gibt mittlerweile 75 Statuen und die interessanteste und älteste ist die von Johannes Nepomuk (die achte von rechts wenn man auf die Burg zuläuft. Die Brücke ist 516 Meter lang, verfügt über 16 Säulen und 3 Brückentürme. Einer dieser Türme, der Alte Brückenturm, wird wegen seiner reichen skulpturellen Verzierung als schönster Turm Europas angesehen. Dreißig Skulpturen, die die Brücke verzieren, gehen auf den Barock zurück (18. Jahrhundert). Die bemerkenswerteste wurde von Matyas Braun und E. M. Brokoff geschaffen.

