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Kutná Hora

Kutná HoraDank seiner 250 Jahre währenden Silberminen war Kutna Hora nach Prag die zweitwichtigste Stadt des böhmischen Königreiches. Im 14. Jahrhundert hatte die Stadt genau so viele Einwohner wie  London. Heute ist Kutna Hora nur noch eine kleine Provinzstadt mit knapp über 20.000 Einwohnern. Es gibt zahlreiche schöne gotische Kirchen zu sehen, wie etwa die St.-Barbara-Kathedrale (1388 bis 1565), eines der schönsten tschechischen gotischen Bauwerke, den Italienischen Hof (Vlassky dvur) mit seiner Königlichen Münzanstalt, in der die berühmten Prager Groschen geprägt wurden (damals die Währung ganz Mitteleuropas), das Steinhaus und die St. Jakobskirche. 1995 wurde Kutna Hora zum Weltkulturerbe erklärt und ist seitdem durch die UNESCO geschützt. Heute profitiert die Stadt vom Tourismus und von der Philip-Morris-Tabakfabrik. Nördlich von Kutná Hora liegt Sedlec, dessen Zisterzienser-Beinhaus im 19. Jahrhundert von František Rint zu einem makabren Bauwerk umgebaut wurde. Es gibt Monstranzen aus Knochen, Kerzenständer und sogar ein Schwarzenberger Wappen.

Kutná Hora
Architektonische UNESCO-Schätze in Kutná Hora

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Wenn Sie Kutná Hora erkunden möchten, empfehlen wir Ihnen, dies als Tagesausflug von Prag entweder in Form eines privaten oder eines gemeinsamen Ausflugs zu tun. Bei einem privaten Ausflug sind Sie absolut flexibel: Sie können die Abfahrtszeit und die Länge Ihres Aufenthalts am Zielort bestimmen, haben die Möglichkeit, Änderungen durchzuführen (wenn Sie länger oder kürzer bleiben möchten), und können sich zwischen einem erfahrenen Führer in Ihrer Muttersprache oder einfach nur einem Fahrer mit grundlegenden Kenntnissen und Empfehlungen über den Ort entscheiden. Zwar sind Sie bei einem gemeinsamen Ausflug weniger flexibel – Sie fahren zu festgelegten Zeiten und Tagen mit einem festen Programm – aber der Preis ist günstig und beinhaltet alle Gebühren. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Website.

 

Sehenswürdigkeiten

BeinhausBeinhaus – eine Friedhofskapelle aus dem späten 14. Jahrhundert, die im Barockstil von J.B. Santini erbaut wurde. Die Knochen, die das Innere der Kapelle seit dem 16. Jahrhundert verzieren, stammen vom angrenzenden Friedhof.

Die ‘Knochenkirche’ des Beinhauses von Sedlec liegt außerhalb vom Stadtzentrum von Kutna Hora. Wenn Sie mit dem Zug ankommen, gegen Sie 800 Meter nach vom Bahnhof aus nach Süden (Erwachsene/ermäßigt 50/30 Kč; geöffnet von 8-18 Uhr zwischen April und September, 9-12 Uhr und 13-17 Uhr in den Monaten März und Oktober, 9-12 und 13-16 Uhr von November bis Februar). Als die Familie Schwarzenberg das Kloster von Sedlec 1870 erwarb, erlaubte sie einem einheimischen Holzschnitzer, die in der Krypta seit Jahrhunderten aufgetürmten Knochen zu verarbeiten. Es war jedoch nicht nur ein kleiner Hafen Knochen: es handelte sich um die Überreste von nicht weniger als 40.000 Menschen. Das Ergebnis ist spektakulär – Girlanden aus Totenköpfen und Oberschenkelknochen hängen von der gewölbten Decke wie eine Weihnachtsdekoration bei der Addams-Family, während im Mittelpunkt ein riesiger Leuchter aus mindestens jeweils einem Knochen des menschlichen Körpers baumelt. Vier gigantische Pyramiden aus Knochen stehen in jeder Ecke der Kapelle und Kreuze, Kelche und Monstranzen aus Knochen verzieren den Altar. Es gibt sogar ein Wappen der Familie Schwarzenberg aus Knochen – beachten Sie vor allem die Krähe, die aus dem Türkenkopf hervorschaut, ein gruseliges Motiv der Familie Schwarzenberg.

St.-Barbara-KathedraleSt.-Barbara-Kathedrale – ein einzigartiges Beispiel für die spätgotische Architektur. Der Bau begann am Ende des 14. Jahrhunderts. In der Kathedrale befindet sich eine Galerie mit spätgotischen und Renaissance Gemälden. Die Kathedrale ist daher auch der Patronin der Bergarbeiter, der heiligen Barbara, geweiht. Der Bau dieses Meisterwerks dauerte 500 Jahre und geht auf die Baumeister Matěj Rejsek und Benedikt Ried zurück. Im Inneren beeindruckt die Galerie mit Gemälden aus der Spätgotik und Renaissance. Die Bergbau-Vergangenheit der Stadt kann sogar hier nicht geleugnet werden, denn die eleganten Säulen werden durch Fresken in den Kapellen ergänzt, auf denen unter anderem Motive zu sehen sind, die einen eindeutigen Bezug zum Bergbau und zur Münzprägung haben.

Der italienische Hof – ursprünglich die Münzanstalt, in der die Prager Groschen geprägt wurden. Diese wurde nach ihrer Rekonstruktion Ende des 14. Jahrhunderts zum zeitweiligen Königssitz.

Kirche des heiligen Johannes von Nepomuk – ein spätbarockes, von František Maxmilián Kaňka entworfenes Gebäude, das zwischen 1734 und 1754 errichtet wurde. Die bemerkenswerten Deckengemälde zeigen die Legende des heiligen Johannes von Nepomuk. Eine Serie von Statuen namens „Tschechischer Himmel“ zeigt tschechische Nationalheilige.

Christi Kapelle – unvollendetes gotisches Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert, ursprünglich als Beinhaus geplant. Eines der wenigen erhaltenen Beispiele für die Hochgotik. Von der Terrasse aus genießt man eine beeindruckende Aussicht auf die Stadt.

 

Andere interessante Sehenswürdigkeiten

Kathedrale Mariä Himmelfahrt – gehörte ehemals den Zisterziensern. Eines der wichtigsten Beispiele für die tschechische Gotik des 14. Jahrhunderts. Die erste Kathedrale in Böhmen. Santini verlieh ihr das endgültige Aussehen im barock-gotischen Stil zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Die Kirche Mariä Himmelfahrt wird zu Recht als „Dom des Lichts“ bezeichnet. Ihre prächtigen Fenster sind in Tschechien absolut einzigartig. Diese architektonische Perle kombiniert die Bedeutung von Raum und Armut der Zisterzienser mit gotischer Pracht. Die mächtigen Mauern erscheinen durch das überall durchflutende Licht leichter und das Kirchenschiff scheint in überirdische Sphären abzuheben. 

Sankturinovský Haus – ursprünglich ein gotisches Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert mit einer üppig dekorierten Kapelle. Heute befinden sich hier das Informationszentrum, die Felix-Jenewein-Galerie und das Museum für Alchemie.

Hrádek/Silberminen

Ursprünglich ein gotischer Palast mit Innenhof und Turm, der vor dem Jahre 1420 erbaut wurde. Heute beherbergt er die Ausstellung des Tschechischen Silbermuseums.

Während die Silberminen in Kutná Hora sicherlich aus dem Mittelalter stammen, lagen sie unbenutzt und undokumentiert Jahrhunderte lang da, bis ein Team von Geohydrologen sie zufällig im Jahre 1967 entdeckte. Archäologen stellten fest, dass sie aus der Zeit des Abbaus mit der Hand unter Einsatz von Hammer und Meißel datieren, was sich durch die Markierungen auf den schmalen Wänden beweisen ließ.

Kutná Horas Silberader stellte sicher, dass die königliche Schatzkammer in Prag voll war. Auf jeden Fall dehnte sich während der Herrschaft Karls des Vierten das Reich (und sein Einfluss) aufgrund der Arbeit von Hunderten, die in den düsteren, unterirdischen Gängen tätig waren, aus. Wenn Sie diesen Ort heute besuchen, erleben Sie das klaustrophobische Gefühl dessen, was jetzt als die „Galerie“ bezeichnet wird. Dies ist ein 275 Yard (250 Meter) Segment der Bergwerke, die für Touristen geöffnet wurde. Seine Decke und Wände beherbergen noch Gneisbrocken und Quarz, die in den reichen Konglomeraten enthalten waren, die im Mittelalter von den Pferden und Männern, die daran arbeiteten, herausgezogen wurden. Winzige Stalaktiten – Ablagerungen mit Calcit – hängen in einigen Bereichen von der Decke herunter, und zwar deshalb, weil die Mineralien allmählich ausgewaschen werden. Gleichwohl ist dieser Prozess in den Höhlen des Mährischen Karst in der östlichen Provinz der Tschechischen Republik weitaus stärker zu erkennen. Eintritt: 110 CZK, Öffnungszeiten: April-Oktober, Di-So 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr, Mo und November-März geschlossen, Führungen in der Regel jede halbe Stunde, www.cms-kh.cz.

Kunstgalerie in der Region Mittelböhmen

Dies ist der jüngste Neuzugang in der Stadt und befindet sich, wenn Sie aus dem Dom herausgehen, genau auf der linken Seite. Früher war sie eine barocke Jesuiten-Collage, aber heute ist sie der zweitgrößte Platz für Ausstellungen in der ganzen Tschechischen Republik, gleich nach der Nationalgalerie in Prag. Die Ausstellungsstücke, die Sie an diesem Ort finden, ändern sich ständig, aber die Galerie ist immer voller wichtiger Kunstwerke aus dem 20. und 21. Jahrhundert.

Eines der wichtigsten Gesprächsthemen hinsichtlich des Gebäudes sind die Statuen, die man außerhalb findet, die alle Heilige sind und sich offensichtlich der Tatsache verdanken, dass dieses Gebäude zuvor von Jesuiten bewohnt wurde. Sie waren im Grunde genommen seit 1626 die Bewohner dieses Gebäudes, als sie kamen, um erneut zu versuchen, die Bürger wieder zurück zur katholischen Religion zu konvertieren. Die Statuen haben eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit denen auf der Karlsbrücke in Prag, und zwar deshalb, weil beide Gruppen von Statuen als Propaganda für die Gegenreformationsbewegung geschaffen wurden. Falls Sie die Galerie besuchen möchten, können Sie ein Kombi-Ticket für 120 CZK kaufen, mit dem Sie Zugang zu allen Ausstellungsstücken haben.

Adresse: Barborská 53; geöffnet: 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr von Dienstag bis Freitag. www.gask.cz

Steinbrunnen (Kamenna Kasna)

Kutna Hora war für lange Zeit die Heimat des Bergbaus des Landes und als solche war Gewinnung von sauberem Trinkwasser ein echter Kampf für die Bevölkerung. Um dieses Problem zu lösen, wurde ein kompliziertes System von Rohrleitungen geschaffen, um Wasser in die Stadt zu bringen, das in große Speichertanks lief, um sicherzustellen, dass stets Wasser verfügbar war. Im 15. Jahrhundert wurde von dem Architekten Rejsek der Steinbrunnen über einem dieser Tanks gebaut und sein gotischer Stil wurde zu einer Hauptattraktion der Stadt. Man findet ihn auf dem Rejskovo Namesti. Er funktioniert zwar nicht mehr, sieht aber immer noch genauso aus, wie er ursprünglich gebaut wurde.

Steinhaus (Kamenný Dům)

Dieses Gebäude wurde von polnischen Handwerkern errichtet und wurde zum Zeitpunkt des Baus als ein wahres Wunderwerk ihres Handwerks angesehen. Das aufwendige Mauerwerk mit Weinblättern, die sich das Gebäude emporranken, und den Tieren, mit denen die Fassade übersät ist, ist von einzigartiger Schönheit und etwas, das jeder Bewunderer von Architektur und Kunst sehen sollte. Das andere, was dieses Haus zu bieten hat – das Museum des lokalen Kunsthandwerks – ist aber eher langweilig, sodass man es, um Geld zu sparen, getrost auslassen kann. Es ist täglich von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet und weitere Informationen finden Sie unter www.cms-kh.cz.

Alchemie-Museum (Muzeum Alchymie)

Dies ist das einzige Museum in der ganzen Tschechischen Republik, das der altertümlichen Kunst der Alchemie gewidmet ist, und es befindet sich in den Kellern eines Hauses auf dem Hauptplatz. Erwartungsgemäß ist hier alles der Alchimie geweiht und für englischsprachige Besucher gibt es viele verschiedene Beschreibungen, die in Englisch verfasst sind, und die alle die verschiedenen Facetten dieses Verfahrens erklären. Es gibt auch einen beeindruckenden gotischen Turm, der an dieses Haus angebaut ist, und innen findet man die Studie eines Alchemisten, die in der gleichen Weise ausgelegt ist, wie man es vor vielen Jahren sehen konnte, als der Alchemist hier praktizierte.

Das Alchemie-Museum ist von April bis September von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr und von Oktober bis März von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 60 CZK.

 

Essen vor Ort

Pivnice Dačický (Adresse: Rakova 8; Hauptgerichte 110-250Kč; von 11 bis 23 Uhr geöffnet). In dieser altmodischen, holzverkleideten böhmischen Bierhalle können Sie Knödel probieren und haben die Wahl zwischen fünf verschiedenen Bieren vom Fass, darunter Pilsner Urquell, Budvar und Primátor Hefeweisen.

Dobrá Čajovna. Dies ist ein kleines Teehaus mit einem Unterschied, da es überhaupt nicht der mittelalterlichen Atmosphäre dieser Stadt entspricht. Es ist vielmehr im Thai-Stil, mit viel Charakter und malerische thailändische Dekorationen schmücken jede Wand. Es ist ein fantastisches Lokal, wenn Sie einfach nur herkommen und sich die Zeit an einem gemütlichen Ort vertreiben und dabei zuschauen möchten, wie die Einheimischen ihrem täglichen Geschäft nachgehen. Es ist täglich von 14:00 Uhr bis 22:00 Uhr geöffnet und befindet sich auf dem Jungmannovo Náměstí 16.

U Žlutého Kola (Donna). Dies ist das beste Lokal in der ganzen Stadt für traditionelle tschechische Gerichte, auch wenn dies bedeutet, dass dabei in der Regel ziemlich viel Betrieb herrscht. Für Touristen gibt es eine Speisekarte in Englisch, aber die Mittagsgerichte findet man nur in Tschechisch, wenngleich einer der Kellner sie Ihnen erklären kann. Es hat auch einen schönen kleinen Innenhof, in dem Sie sitzen können, wenn die Sonne scheint. Es ist täglich geöffnet und Mittagsgerichte werden bis 15:00 Uhr serviert. Es befindet sich oberhalb des Hotels Garni auf dem Havlíčkovo Náměstí Nr. 16.

Piazza Navona. Das italienische Restaurant kann einige mit seiner englischsprachigen Werbung nerven, aber es befindet sich direkt auf dem Hauptplatz der Stadt und zieht deshalb eine große Menschenmenge an. Das Essen ist gut hier und es hat eine treue Kundschaft. Es ist täglich geöffnet und befindet sich, wie bereits erwähnt, auf dem Palacký Náměstí 90. Website

U Sňeka Pohodáře. Kutná Horas bestes italienisches Restaurant. Hauptgerichte 100-240 CZK. Adresse: Vladislavova 11.

 

Anfahrt

Kutna Hora liegt 65 Kilometer östlich von Prag. Mit dem Bus ist es 70 Minuten von der Haltestelle Florenc entfernt, mit dem Zug 55 Minuten vom Hauptbahnhof. Fahrkarten für Zug und Bus kosten etwa 70 CZK. Wenn Sie sich nicht auf den öffentlichen Nahverkehr verlassen möchten, sollten Sie eine Tour buchen.

 

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Český Krumlov

180 km von Prag entfernt befindet sich eine der wenigen Städte, die ihren mittelalterlichen Charakter bewahrt haben. Cesky Krumlov liegt inmitten bezaubernder südböhmischer Landschaft in einer Kurve des Flusses Moldau (Vltava). Die Stadt wird auch als Perle von Böhmen bezeichnet. Ihr historisches Zentrum wurde 1992 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Dominiert wird die Stadt von zwei Sehenswürdigkeiten – der Burg und der gotischen St. Vitus Kirche.