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Museum des Tschechischen Kubismus

Die Kubismus-Bewegung, die von Künstlern wie etwa Picasso und Braque im frühen 20. Jahrhundert entwickelt wurde, fiel in Prag auf fruchtbaren Boden und war hier vor allem zwischen 1910 und 1920 aktiv. Der Kubismus wurde auf alles angewandt, von Teetassen über Sofas bis zu ganzen Gebäuden. Prag ist weltweit der einzige Ort, an dem man kubistische Architektur antrifft. Das beste Beispiel ist das Haus der Schwarzen Madonna (Dum U Cerne Matky Bozi), das 1912 von Josef Gocar entworfen wurde und das heute das faszinierende Museum des Tschechischen Kubismus beherbergt.

Die Ausstellung beginnt auf der 2. Etage mit Gemälden berühmter Vertreter des Kubismus wie etwa Emil Filla und Bohumil Kubista. Fillas Schreiber (1912) und Leser (1913) gehören zu den Highlights. Außerdem werden Bronzeskulpturen von Otto Gutfreund ausgestellt, Kaffeeservices und Vasen aus Keramik von Pavel Janak sowie Möbel von Josef Gocar. Sein gigantisches Sofa, das er 1913 für den Schauspieler Otto Boleska entwarf, ist kaum zu übersehen. Weitere Maler sind auf der 3. Etage repräsentiert, wie zum Beispiel Josef Capek, Vincenc Benes und Otakar Kubin, während Vajav Spalas Frühlingslied (1915) und Pavel Janaks eckige Sessel, Schreibtisch und Regal (1912-13) besonders auffällige Kreationen sind. Auf der 4. Etage sind Wechselausstellungen zu sehen und auf der 1. Etage befindet sich das wunderschöne Grand Cafe Orient, dessen Inneres auch von dem begabten Gocar entworfen wurde.

Adresse: Ovocny trh 19, Altstadt, Eintritt: 100 CZK.

Museum des Tschechischen Kubismus

 

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