Home / Sehenswürdigkeiten / St.-Veits-Dom

St.-Veits-Dom

St.-VeitsdomEin schmaler Durchgang führt zum dritten Innenhof des Schlosses und ein plötzlicher Anblick der immensen und ehrwürdigen Fassade des St.-Veits-Domes zeichnet sich nur ein paar Schritte entfernt ab. Der Dom kann durch das Westtor der Kathedrale betreten werden. Die Turmspitzen des St.-Veits-Domes, ein elegantes, aber beherrschendes französisch-gotisches Bauwerk, erheben sich über den Wällen. Es ist die größte Kirche des Landes mit zahlreichen Seitenkapellen, Fresken und Grabsteinen: nicht zu vergessen, die schön gefärbten Glasfenster des Kirchenschiffs (geschaffen vom berühmten tschechischen Jugendstil-Künstler Alfons Mucha), die buchstäblich mit all ihrer Pracht im Innern funkeln. Die schönste der zahlreiche Seitenkapellen des Domes enthält das Grab des heiligen Wenzels, der “gute König Wenzel” des Weihnachtsliedes, die so etwas wie ein Wallfahrtsort wurde, und Szenen aus dem Leben Christi zeigt. Der Krönungssaal beherbergt die böhmischen Kronjuwelen und es ist die königliche Krypta, in welcher die meisten Könige und Königinnen von Böhmen ihre letzte Ruhestätte haben (Karl IV., Wenzel IV., Georg von Podiebrad und Rudolf II). Der südliche Eingang zum Dom, das goldene Tor ist mit einem reich vergoldeten farbigen Mosaik, das Jüngste Gericht, das aus dem Jahre 1370 datiert, dekoriert, und es ist eines der Kunstschätze, die im Burgviertel gefunden wurden. Es ist möglich, den 96 Meter hohen Turm für einen herrlichen Blick auf die Stadt und die Uhrwerke zu besteigen. Die Sigismundglocke des Turms ist aus dem Jahre 1549 und ist Böhmens größte Glocke.

Es dauerte fast sechs Jahrhunderte, um den St.-Veits-Dom fertigzustellen. Die Arbeiten begannen auf dem heutigen gotischen Bau im Jahre 1344 unter der Leitung von Matthias von Arras. Der Deutsche Peter Parler und seine beiden Söhne waren für den erhabenen Chorraum und die umliegenden Kapellen verantwortlich, die schließlich Anfang des 15. Jahrhunderts fertiggestellt wurden. Der Turm auf der Südseite erhielt seinen Renaissance-Kirchturm im Jahre 1562, dem später barocke Verzierungen hinzugefügt wurden. Das Kirchenschiff und das beeindruckende westliche Ende datieren aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das goldene Tor (der ursprüngliche Eingang) auf der Südseite enthält ein Mosaik des Jüngsten Gerichts aus dem Jahre 1370, das zu seinem früheren Glanz restauriert wurde. Die St.-Wenzels-Kapelle, die aus den Jahren 1358 bis 1367 datiert, ist eines der ältesten Teile des Gebäudes und am schönsten dekoriert. Die unteren Wände sind mit funkelndem Jaspis und Amethyst überkrustet, während die Fresken (14. bis 16. Jahrhundert) Szenen aus dem Leiden Christi und dem Leben des St. Wenzels (der Heilige ist direkt unterhalb der Kapelle begraben) darstellen. Die Fundamente der romanischen Basilika aus dem 11. Jahrhundert wurden ausgegraben, als der Dom kurz vor der Fertigstellung stand, und sind in der Krypta zu sehen, gemeinsam mit den Sarkophagen der Könige von Böhmen. König Vladislav Jagiello gab das wunderschöne königliche Oratorium in den 1480er Jahren in Auftrag: Die gewölbte Decke, wie die Äste eines Baumes geformt, ist höchst ungewöhnlich. Ein exquisites silbernes Grabdenkmal für den Kultheiligen Johannes von Nepomuk wurde im Jahre 1736 im Chorraum errichtet. Einer der Cherubim zeigt auf die Zunge des Heiligen, von der behauptet wird, dass sie niemals verwest ist. Der Dom enthält auch schöne Glasmalereien aus dem 20. Jahrhunderts, insbesondere Alphonse Muchas Porträt der Heiligen Cyrill und Methodius in der dritten Kapelle vom westlichen Ende aus gesehen.

St.-Veits-Dom

Königsgruft

Vor dem Hauptaltar befindet sich das Königsmausoleum und darunter, im Souterrain des Domes die Königsgruft.

St.-Wenzelskapelle

Kultisches Zentrum des Domes ist die herrlich geschmückte St.-Wenzelskapelle mit dem Grab des Hl. Wenzels, dem Patron des Landes Böhmen.

Neben Gottesdiensten spielten sich hier auch die Krönungen böhmischer Könige und Königinnen ab. Hier werden die böhmischen Kronjuwelen aus reinem Gold, reich verziert mit Edelsteinen und Perlen aufbewahrTipps für Sie: die St.-Wenzelskrone (1346), das Königliche Zepter und der Reichsapfel (aus dem 16.Jh.).

St.-Wenzelskrone

Die St.-Wenzelskrone aus 21- und 22-karätigem Gold wiegt fast 2,5 kg und wird von 96 ungeschliffenen Edelsteinen geschmückt. Der Rubin in der böhmischen Krone ist der größte, zu Schmuck verarbeitete Rubin der Welt. Die St.-Wenzelskrone zieren 6 der 9 größten Saphire dieses Planeten. Die höchste Stelle der Krone nimmt ein Saphirkreuz ein, in dem ein Dorn eingeschlossen ist, der angeblich aus Christi Dornenkrone stammt.

Das Kleinod ließ Karl IV., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, anlässlich seiner feierlichen Krönung zum König Böhmens anfertigen. Der Legende nach muss derjenige, der sie sich unbefugt aufsetzt, mit dem Tod dafür bezahlen.

Großer Südturm des Doms

Der Glockenturm des Doms blieb im 15. Jahrhundert unvollendet. Seine aufsteigenden gotischen Linien sind von einer Renaissance-Galerie bedeckt, die im späten 16. Jahrhundert hinzugefügt wurde, und einer gewölbten Turmspitze, die aus den 1770er Jahren stammt. Sie können die 297 Stufen bis nach oben hinaufsteigen, wo Sie eine hervorragende Aussicht haben. Der Eingang befindet sich im dritten Innenhof der Burg (der Eintritt ist nicht im Ticket für die Burgbesichtigung inbegriffen). Sie können sich auch das Uhrwerk aus dem Jahr 1597 genau anschauen. Die Sigismund-Glocke des Turms, die im Jahre 1549 gegossen wurde, ist die größte Glocke in der Tschechischen Republik. Eintritt 100 CZK; Öffnungszeiten: 10.00 bis 19.00 Uhr, April-Oktober, 10.00 bis 17.00 Uhr, November-März.

 

Öffnungszeiten: April—Oktober täglich 9.00 – 17.00 Uhr, November—März täglich 9.00 -16.00 Uhr.

Lage: Prager Burganlage

Eintritt: kostenlos für einen Teil des Domes; Eintrittsgebühr für Krypta, Turm und Chorraum.

 

[mappress mapid=”21″]
PAT

Check Also

Altstadtplatz

Dieser Platz ist seit jeher voller Leben; heute ist dieser Stadtteil sowohl bei Tschechen als auch bei Besuchern aus dem Ausland beliebt und bietet zahlreiche Restaurant. Kneipen, Geschäfte, Entertainment, Galerien und Museen. Seine lange Geschichte reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück, während dessen der Platz der Kreuzungspunkt verschiedener Handelsrouten war und als Marktplatz diente. Er war zu dieser Zeit in ganz Europa bekannt.