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Staatsfeiertage

StaatsfeiertageAn Samstagen, Sonntagen und Staatsfeiertagen sind die meisten Ämter und Banken geschlossen. An Sonntagen und Feiertagen sind auch die meisten Geschäfte geschlossen, während Supermärkte und Hypermärkte in der Regel ohne größere Einschränkungen geöffnet sind. Sie können ohne Weiteres ein Konzert oder eine Ausstellung besuchen, oder aber in ein Restaurant oder eine Bar gehen.

Nationale Feiertage sind für die Tschechen stets ein potentieller Anlass für Streitereien gewesen. Der Tag der Arbeit, der unter den Kommunisten stets mit obligatorischen Siegesmärschen begangen wurde, ist weiterhin ein öffentlicher Feiertag. Von den anderen glorreichen Maifeiertagen wird der 5. Mai 1945, der Tag des Prager Aufstands schon länger nicht mehr begangen und der Siegestag wird, wie bei den westlichen Alliierten am 8. Mai gefeiert und nicht am 9. Mai, wie das unter den Kommunisten der Fall war und heute noch immer in Russland ist. Der 28. September, der Todestag des Heiligen Wenzels, der als Landesheiliger verehrt wird ist heute der Tag der tschechischen Staatlichkeit. Seltsamerweise wird am 28. Oktober nach wie vor der Tag gefeiert, an dem 1918 die erste Republik gegründet wurde, obwohl es eigentlich ja ein “Tschechoslowakischer” Feiertag ist. 

 

Verkehr an den Wochenenden und Feiertagen

Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren nicht so oft wie an Werktagen. Andere Fahrpläne mit weniger häufigen Verbindungen gelten auch in den Sommerferien.

 

Staatsfeiertage

– Tag der Erneuerung des selbständigen tschechischen Staates (1. Januar)
Feiern anlässlich der Entstehung der selbständigen Tschechischen Republik nach der Trennung der Tschechoslowakei am 1. Januar 1993.
– Tag der Befreiung (8. Mai)
An diesem Feiertag gedenkt man der Befreiung der damaligen Tschechoslowakei durch die alliierten Truppen im Mai 1945.
– Tag der slawischen Glaubensapostel Kyrill und Method (5. Juli)
Die Missionare Kyrill und Method verbindet man mit der Christianisierung des tschechischen Gebietes sowie der ersten slawischen Schrift, dem sog. kyrillischen Alphabet (863 n. Chr.).
– Tag des Flammentodes des Meisters Jan Hus (6. Juli)
– Tag der Hinrichtung des Reformators, religiösen Führers und Rektors der Karls-Universität Jan Hus (6. 7. 1415) auf dem Scheiterhaufen.
– Tag der tschechischen Staatlichkeit (28. September)
Todestag des böhmischen Fürsten Václav (Wenzel), der am 28. September 935 von seinem eigenen Bruder ermordet wurde und kurz nach seinem Tode heilig gesprochen wurde. An diesem Tag wird der Landespatron gefeiert, Symbol des tschechischen Staates und der tschechischen Identität.
– Tag der Entstehung des unabhängigen tschechoslowakischen Staates (28. Oktober)
Tag der Gründung des unabhängigen Staates von Tschechen und Slowaken im Jahre 1918 – der bedeutendste tschechische Feiertag.
– Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie (17. November)
Gedenken an die Revolte der Studenten in den Jahren 1939 und 1989, die sich gegen das nationalsozialistische bzw. das kommunistische Regime erhoben hatten.

 

Sonstige Feiertage

– Neujahr (1. Januar)
– Ostermontag (März-April, von Jahr zu Jahr unterschiedlich)
– Tag der Arbeit (1. Mai)
– Heiligabend (24. Dezember)
– Erster Weihnachtsfeiertag (25. Dezember)
– Zweiter Weihnachtsfeiertag (26. Dezember)

 

Tschechische Bräuche und Traditionen

Obwohl es sich hierbei nicht um gesetzliche Feiertage handelt, werden diese Ereignisse jährlich in der ganzen Tschechischen Republik gefeiert.

Namenstage (Svátky)

An allen Tagen des Jahres wird ein tschechischer Name (oder mehrere Namen) gefeiert. Es ist üblich, Blumen (oder Schokolade oder Wein) zu geben.

Hexenverbrennung (Čarodějnice)

Einst ein heidnisches Ritual, ist dies nun ein sehr unterhaltsames Ereignis, das in der letzten Aprilnacht stattfindet, um den Übergang vom Winter zum Frühling zu feiern.

Nikolausabend (Mikuláš)

Dieser Feiertag für Kinder findet am 5. Dezember, am Abend vor Sankt Nikolaus, statt und wird mit Besuchen von einem kostümierten Sankt Nikolaus, Teufel und Engel gefeiert.

Karneval (Masopust)

Dieses Mardi Gras Festival findet im Februar statt.

Königsumzug (Královský Průvod)

Dieser zweitägige Umzug Anfang Juni hat seinen Ursprung in den mittelalterlichen Traditionen von Karl IV und stellt den königlichen Umzug von der Prager Burg zur Karlštejn Burg nach.

St. Martins Festival (Sv. Martin)

Die Festivals zu St. Martin sind überall in Europa üblich und handeln darum, reichhaltiges Essen zu schlemmen, damit die Menschen während der Wintermonate in guter Verfassung bleiben.

PAT

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